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          Mit dem Schießstuhl ins Revier?

          Mit dem Schießstuhl ins Revier?
           Jiří Louthan  Jiří Louthan
          Jiří Louthan 
          18.11.2025
          Warten Sie gerne im Ansitz auf einem leichten Klappstuhl? Dann sollten Sie den Jagdstuhl BOG ChairPod keinesfalls übersehen.

          Die Jagd vom Sitzmöbel aus ist eine sehr angenehme Alternative zu Ansitzen und Kanzeln, und zwar allein schon deshalb, weil es Ihnen bei Dämmerung oder sogar bei Dunkelheit häufig passiert, dass Wild vorbeigeht, auszieht oder in unmittelbare Nähe zieht. Und genau das sind die Momente, an die ich gerne und oft zurückdenke. Es ist eine Lösung, wie man sich dem Wild annähert, sich auf einem Streifgang einen beliebigen geeigneten Platz aussucht, leise und ruhig sitzt – bequem und komfortabel. Es kann eine vorteilhafte Alternative zu festen Hochsitzen und Kanzeln sein.


          Titelbild: Der BOG ChairPod beim Schießen.


          Jäger nehmen für eine solche Jagd meist einen leichten Camping‑Stuhl mit. Es ist wünschenswert, dass der Stuhl nicht knarzt, keine Geräusche bei Bewegungen des Jägers erzeugt. In der Regel erlauben solche Stühle oder Hocker kein schnelles Schwenken und bieten auch keine ausreichende Auflage beim Schuss, auch wenn sich manche Jäger mit Handwechsel, der Ablage des Ellbogens am Knie oder der Auflage auf Gewehr‑Einbein, Zweibein oder Dreibein behelfen.

          Ich aber bin vor etwa einem Jahr auf einer Jagdmesse auf eine deutlich effektivere Variante eines Stuhls – oder wollen wir sagen Sessels – gestoßen.



          Drehbarer, leiser und komfortabler Sessel

          Es handelt sich konkret um den Jagdsessel BOG ChairPod, der mich sofort mit seiner konstruktiven und zugleich komfortablen Lösung angesprochen hat. Ausgestattet ist er nicht nur mit einer drehbaren Plattform, sondern auch mit einem herausnehmbaren Arm für eine bis‑weilen überraschend stabile Lagerung einer Langwaffe. Ganz wesentlich ist der hervorragende Schussradius – bis etwa einem Winkel von 170 Grad – wobei der Jäger die Waffe ständig griffbereit hat und somit schnell auf die jeweilige Situation im Schussbereich reagieren kann.

          Der Sessel selbst verfügt über Sitzfläche und Rückenlehne aus stabilem Netzmaterial. In den warmen Monaten belüftet dieses die Gesäß‑ und Rückenpartie des Jägers, sodass kein Schwitzen entsteht. Sowohl Sitz als auch Lehne sind ausreichend lang (35 cm bzw. 37 cm), sodass man auch über längere Zeit sehr gut sitzt. Die drehbare Plattform des Sessels ist absolut geräuschlos und gleitet angenehm. Der Stahlrahmen ist solide, stabil; an den Beinen des Sessels schätze ich die relativ breiten Standplatten, durch die der Sessel nicht in weichem Untergrund einsinkt. Der ChairPod von BOG lässt sich schnell und leise auf‑ und abbauen. Die Lehne ist klappbar wie die Beine. Die Gesamtkonstruktion ist unerwartet stabil und ich habe selbst nach längerer Nutzungsdauer keinerlei Spiel festgestellt.

          Der Sessel ist mit drehbarer Plattform und Arm zur stabilen Lagerung einer Langwaffe ausgestattet.

          Arm mit variablem Stativ für die Waffe

          Zum Sessel gehört auch ein robuster Profilträger mit Öffnung im vorderen unteren Teil, in den der Arm zur Lagerung der Waffe eingesetzt wird. Im Grunde handelt es sich um ein durchdachtes Stativ, mit dem die Waffe so positioniert werden kann, dass sie ideal den Bedürfnissen des Schützen entspricht. Es handelt sich um eine Konstruktion in L‑Form, die in wenigen Sekunden hoch‑ oder runtergestellt und anschließend mittels Schraube mit großem Kunststoffkopf fixiert werden kann. Auf dem Gestell befindet sich eine Montageauflage, auf die die Waffe in massiven Gummigabeln gelegt wird, deren Höhe und Abstand sich leicht und schnell anpassen lassen. Jäger, die zugleich auch Angler sind, werden sicherlich schmunzeln, denn das auf zwei massiven ausziehbaren Rohren basierende Stativ erinnert ziemlich stark an einen Angelruten‑Stand.

          Das Stativ kann durch Lösen von zwei Klapp‑Sicherungen von einer Länge von 55,5 cm bis auf 78 cm ausgefahren werden, sodass die Variabilität im Sinne verschiedenster Waffenlängen wirklich groß ist. Ebenso können wir von der Großzügigkeit der Länge der Stangen mit Gabeln (vorn 0‑14,5 cm und hinten 0‑8,5 cm) sprechen. Die Möglichkeiten zur Änderung der Winkel und Neigungen des Stativs sind sehr umfangreich und bieten sofortige Anpassungen an die aktuelle Situation. Dabei kann die Waffe permanent im Stativ montiert sein, und der Jäger hat freie Hände für die Optik oder andere Tätigkeiten.


          Achtung beim Aufstehen vom Sessel

          Die einzelnen Komponenten des Arms mit dem Stativ wirken robust und ich schätze die Wirksamkeit der Spannschrauben und Handräder. Einzige Anmerkung: Ich würde es begrüßen, wenn die drehbaren Spannhandräder etwas größer wären, damit man damit noch komfortabler arbeiten kann. Die Gabeln sind massiv und bieten genug Raum für unterschiedliche Schäftelängen oder Unter‑ und Vorschäfte.

          Der Sessel inklusive Arm für die Waffe ist in der Tat hoch stabil, aber im Moment, in dem man sich vom Sessel erheben will, muss bedacht werden, dass die Waffe aus dem Stativ genommen oder außerhalb des Sessels abgelegt oder abgestützt werden muss, da ansonsten das Gewicht von Arm und Sessel nach vorne kippen könnte. Die Lösung ist auch, den Arm im unteren Teil zu lösen und ihn bis auf den Boden herabzulassen. Sobald das Rohr des Arms vor dem Sessel auf dem Boden aufliegt, kann man ruhig aus dem Sessel aufstehen und die Waffe bleibt sicher im Stativ.

          Maße im zusammengelegten Zustand: 65 × 48 × 44 cm inkl. Arm.

          Der BOG ChairPod ist auf dem Rücken tragbar.


          Auf dem Rücken und für lange Märsche zur Jagd

          Der BOG ChairPod Sessel ist rückentragbar, was angesichts seines Formats im gepackten Zustand (65 × 48 × 44 cm inkl. Arm) und einem Gewicht von knapp über 10 kg eine sehr gute Lösung ist. Aus diesem Grund ist das Sitzmöbel mit zwei robusten Textiltragegurten ausgestattet, deren Länge verstellbar ist und anschließend beide Gurte mit zwei Karabinern an Ösen angeschlagen werden können.

          Außerdem bietet der Sessel zwei Montagemöglichkeiten für den Arm, sodass Sie das komplette Set sicher auf dem Rücken tragen können und dennoch freie Hände zum Transport weiterer Jagdausrüstung oder der Waffe haben. Ja, das Gewicht ist nicht unerheblich, aber angesichts der Gesamtstabilität des Sessels und der im Arm gelagerten Waffe kann ich es nicht beanstanden.

          Nicht nur für die Jagd vom Boden aus

          Ich beschreibe den Sessel die ganze Zeit über die Nutzung am Boden, aber unter bestimmten Umständen kann er auch sehr gut auf einer Kanzel verwendet werden. Und für diesen Zweck stehen im Grunde zwei Varianten zur Verfügung. Der komplette Sessel mit Arm für die Kanzel erfordert ausreichenden Platz und relativ niedrige Wände, sodass man im Kontext nicht von einer klassischen Kanzel sprechen kann. Es ist jedoch möglich, auf die Kanzel nur den Sessel ohne Arm mitzunehmen – dank der drehbaren Plattform kann der Schütze die Schussrichtung schnell ändern. Dabei sitzt man immer noch auf einem sehr bequemen Sessel im Vergleich zu einer einfachen Brettkonstruktion, die in Kanzeln üblicherweise das Mittel der Wahl ist.

          Sehr interessantes Konzept zu einem soliden Preis

          Kurzum: Ich sehe den BOG ChairPod Sessel als hervorragenden Helfer für bequeme Schüsse auch auf größere Entfernungen vom Boden. Es handelt sich um ein exzellent verarbeitetes und technisch sehr gut ausgeprägtes Produkt, es wirkt modern, und ich lobe seine schwarze Farbe, die in der Dämmerung und insbesondere bei Dunkelheit sehr unauffällig ist.

          Der Sessel ist tatsächlich geräuschlos beim Bewegen und Positionswechseln, bietet einen hervorragenden Schussradius, der sich unglaublich schnell ändern lässt. Alles an dem Sessel und dem Waffenarm wirkt robust, sodass eine lange Lebensdauer zu erwarten ist.

          Gewicht und Maße entsprechen der Nutzbarkeit und Stabilität des Sessels, allerdings würde ich nicht meckern, wenn er bei gleicher Stabilität halb so schwer wäre. Zum perfekten Erlebnis würden auch komfortablere Tragegurte im Stil moderner Jagdrucksäcke beitragen, damit der Transport noch angenehmer würde.

          Für Interessenten mag der Preis nicht jedem zusagen, aber subjektiv betrachtet ist es ein Preis, den ich im Verhältnis zur Qualität des Sessels definitiv akzeptiere – und ich wundere mich sogar, dass ein Schieß‑Stuhl nicht noch ein paar Tausend mehr kostet.

          Wir haben den Sessel unter anderem auch mehrfach zum Einschießen der Waffe benutzt, auch wenn Einschießbänke in Bezug auf Stabilität und Präzision beim Einschießen weitaus geeigneter sind.


          Quellen Fotos: Archiv des Autors

          Autor: Jiří Louthan

          Artikel ursprünglich erschienen im Magazin Myslivost 7/2025

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