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          Alles, was Sie für die Wildverarbeitung benötigen

          Alles, was Sie für die Wildverarbeitung benötigen
           Tomáš Ježek  Tomáš Ježek
          Tomáš Ježek 
          23.03.2026
          Test des Old Timer Camp Field Messersets: komplette Ausrüstung für die Wildverarbeitung in der Praxis. Wie hat sich das Set mit Messern, Säge und weiterem Zubehör bewährt?

          Der amerikanische Messerhersteller Old Timer ist auf unserem Markt vor allem für seine „Taschenmesser“ bekannt, bietet jedoch auch umfassende Sets zur Wildverarbeitung an. Das „umfangreichste“ Set haben wir getestet, und auf den folgenden Seiten erfahren Sie, wie zufrieden wir damit waren.

           

          Einleitungsfoto: Old Timer Camp Field Messerset.

           

          Mit nahezu 70 Jahren Geschichte ist die Marke Old Timer ein etablierter Hersteller, der sich vor allem auf das Segment preisgünstiger, aber dennoch insgesamt qualitativ hochwertiger Messer konzentriert. Ihr Design ist in der Regel traditionell gehalten, wie es bereits der Firmenname andeutet, im Sortiment finden sich jedoch auch klar auf Arbeit ausgelegte Messer, einschließlich Sets, die auf die Verarbeitung von Wild spezialisiert sind. Das umfangreichste davon trägt die Bezeichnung Camp Field, das wir uns in den folgenden Zeilen näher ansehen werden. Es sei erwähnt, dass das Set aus Werkzeugen besteht, die Old Timer auch einzeln oder in kleineren Sets verkauft, siehe Box „Darf es etwas Mobileres sein?“.

           

          Vier Messer, Säge, Schärfer und Schneidbrett

          Das Camp Field wird in einem hochwertigen Polymerkoffer geliefert, in dem alle Werkzeuge übersichtlich und sicher fixiert sind. Mit Abmessungen von 400x250 mm und einem Gesamtgewicht von fast zwei Kilogramm handelt es sich nicht gerade um ein kompaktes Set, das man in den Rucksack wirft und damit ins Revier aufbricht. Vielmehr ist es etwas, das man im Fahrzeug mitführt oder im Hintergrund bereithält. Der Gewinn an Größe ist jedoch ein umfangreiches Set für eine vollständige und möglichst effiziente Wildverarbeitung mit professionellem Anspruch.

          Im Set finden wir vier Messer, die denselben Griff, die gleichen Materialien und das gleiche Design teilen. Konkret handelt es sich um ein kleines Messer mit ausgeprägter Fingermulde unter der Klinge für den Zeigefinger, mit einer Klingenlänge von 77 mm, bestimmt für feinere Arbeiten. Weiterhin ein größeres Aufbrechmesser mit Darmhaken auf dem Klingenrücken hinter der Spitze und einer 120 mm langen Klinge. Ein einfaches Ausbeinmesser hat eine Gesamtlänge von 280 mm, und die Reihe wird durch ein flexibles Filetiermesser mit insgesamt 310 mm abgeschlossen. Ergänzt werden die Messer durch eine „Pistolengriff“-Knochensäge mit 170 mm Sägeblatt, gefederte Scheren mit Verriegelung sowie einen Karbid-„V“-Schärfer mit groß dimensioniertem Schutzgriff.

          Ein nützliches Extra ist ein Schneidbrett aus weißem Polymer mit den Abmessungen 300x200 mm, das eine saubere, leicht zu reinigende Unterlage für die finale Wildverarbeitung bietet und ansonsten in einem Fach an der Außenseite des Koffers untergebracht ist. Der letzte Bestandteil des Sets sind drei Paar undurchlässige Handschuhe, die bis über den Ellbogen reichen, für eine hygienische Verarbeitung insbesondere größerer Stücke ohne Verschmutzung der Hände. Die Form der Werkzeuge sowie die Materialwahl, einschließlich Schneidbrett und Koffer, sind auf einfache Reinigung ausgelegt. Keine schwer zugänglichen Vertiefungen, während die Oberflächen keine Neigung haben, Schmutz festzuhalten.

          Messer aus dem Camp Field Set.
          Old Timer Camp Field Messerset.
          Verwendung des "V"-Schärfers.


          Material und Ergonomie

          Die Klingen bestehen aus rostfreiem Stahl. Es ist nicht ganz klar, um welchen genau es sich handelt. Indirekt lässt sich auf 8Cr13MoV schließen, also eine Entsprechung des bekannteren 440B-Stahls – nichts Besonderes, aber für ein Arbeitsmesser auch keineswegs schlecht. Wie auch immer, die Schnitthaltigkeit ist ordentlich, das Nachschärfen geht leicht von der Hand und die Korrosionsbeständigkeit ist ausgezeichnet. Ohne Nachschärfen (also ohne spürbaren Anstieg des Widerstands beim Verarbeiten) lässt sich damit ein ausgewachsener Keiler zerwirken, wobei natürlich auch eine Rolle spielt, dass die Arbeit auf mehrere Messer verteilt wird. Die Korrosionsbeständigkeit habe ich durch gezielte, langfristige Einwirkung von Feuchtigkeit auf die Klinge eines Messers getestet – ohne jegliche Korrosionsspuren. Die Klingen sind relativ dünn, von 1,1 mm beim Filetiermesser bis 2,3 mm beim Aufbrechmesser. Im Bereich spezialisierter Wildmesser sehe ich darin jedoch kein größeres Problem. Ein weiterer Vorteil ist das relativ geringe Gewicht der Messer, je nach Typ von 84 bis 120 g, was ein leichteres Eindringen in das Gewebe mit geringerem Widerstand ermöglicht.

          Ergonomisch sind die Werkzeuge streng symmetrisch und lassen sich daher sowohl von Rechts- als auch von Linkshändern gut führen. Die Griffe sind eher für größere Hände ausgelegt. Auch eine mittelgroße Hand kommt zurecht, Besitzer kleinerer Hände werden jedoch möglicherweise nicht vollständig zufrieden sein. Alle Messer verfügen über eine ausgeprägte Fingermulde, die als Handschutz dient und zuverlässig ein Abrutschen der Finger auf die Schneide verhindert. Das Griffmaterial ist ein Polymer mit gummiartiger Haptik und feiner Textur. Subjektiv wirkt der Griff etwas „günstig“, ich muss jedoch anerkennen, dass der Halt sicher ist und auch bei mit Blut und Fett bedeckter Hand nicht rutscht. Die Griffe sind bei allen Messern im Set identisch. Eine besondere Erwähnung verdient das kleinste Messer, das eine Fingermulde direkt an der Klinge besitzt, wodurch man näher an der Schneide greifen kann – ideal für feinere Arbeiten. Dieses Messer wirkt optisch etwas ungewöhnlich, aus praktischer Sicht habe ich jedoch kaum etwas zu bemängeln. Es arbeitet sich durchweg gut damit, lediglich eine kurze Eingewöhnung ist erforderlich. Die Scheren sind stark genug, um auch die Rippen von Rehwild zu durchtrennen, finden ihre Hauptanwendung jedoch beim Verarbeiten von Geflügel. Daher sieht man dieses Werkzeug in ähnlichen Jagdsets auch nicht allzu häufig.

          Messer und Säge verfügen über Aufhängeöffnungen in den Griffen.

          Säge aus dem Camp Field Set.
          Kleines Messer aus dem Camp Field Set.
          Scheren aus dem Camp Field Set.

          Vorteile/Nachteile

          + alles, was Sie benötigen, in einem Paket

          + gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

          + einfache Reinigung

          - eingeschränkte Mobilität des Sets

          - eine Reihe kleinerer, im Text erwähnter Mängel


          Im Rahmen des Tests habe ich mit dem Set mehrere Stücke Rehwild sowie ein Wildschwein verarbeitet und bin insgesamt zufrieden!


          Ein solides Set für faires Geld

          Im Rahmen des Tests habe ich mit dem Set mehrere Stücke Rehwild sowie ein Wildschwein verarbeitet und bin insgesamt zufrieden. An den Klingen traten weder Beschädigungen noch Korrosion auf. Die Schnitthaltigkeit ist zufriedenstellend, das Nachschärfen geht schnell, und besonders schätze ich die einfache Reinigung. Ergonomisch könnte es etwas besser sein, aber die gummierte Oberfläche sorgt für einen festen und sicheren Griff. Die Säge könnte etwas feinere Zähne haben. Das verwendete Zahnmuster neigt etwas zum Verklemmen, allerdings deutlich weniger als bei ursprünglich für Holz vorgesehenen Sägen. Beim spezialisierten Aufbrechmesser würde ich mir eine etwas ausgeprägtere „Bauchung“ der Schneide wünschen, dennoch lässt sich gut damit arbeiten. Das Set ist gut durchdacht, und den Koffer mit Schneidbrett sehe ich als nützlichen Bonus. Die Scheren konnte ich – abgesehen vom gezielten Test ihrer Kraft – in meiner jagdlichen Praxis kaum einsetzen, ebenso das Filetiermesser, obwohl dieses sicherlich beim Zerlegen größerer „Fleischblöcke“ Verwendung finden würde.

          Einen wirklich auffälligen Mangel, den ich hervorheben könnte, habe ich während des Tests nicht festgestellt. Das Set kostet 1.984 CZK, was angesichts seines Umfangs, der Qualität und der durchdachten Ausführung ein angemessener Preis ist. Es ist zwar nichts außergewöhnlich Spezielles, Old Timer könnte beim Design noch etwas nachbessern, und subjektiv arbeite ich etwas lieber mit einem ähnlichen Set von HME, aber wenn Sie ein funktionales, preislich zugängliches und klar auf Arbeit ausgelegtes Messerset für die vollständige Verarbeitung von erlegtem Wild im Hintergrund oder im Fahrzeug suchen, kann ich das Camp Field insgesamt empfehlen.

          Old Timer Camp Field Messerset.

          Das Camp Field Set sowie weitere Messer der Marke Old Timer können Sie im Geschäft STROBL.CZ s.r.o. erwerben. Weitere Informationen finden Sie auf strobl.cz, oder direkt auf den Seiten des Hersteller theoldtimer.com

          Darf es etwas Mobileres sein

          Das Camp Field ist in Größe und Gewicht ein relativ umfangreiches Set, und es wird sicherlich Nutzer geben, die etwas Leichteres, Einfacheres und direkt ins Revier Mitnehmbares bevorzugen. Für sie bietet Old Timer die Variante Lightweight Field an. Diese enthält drei Messer aus dem Camp Field Set, konkret ein kleines Messer, ein großes Aufbrechmesser mit Haken sowie ein Ausbeinmesser. Schließlich werden Filetiermesser und Scheren in der hiesigen jagdlichen Praxis nicht so häufig genutzt, sodass dies für die meisten Jäger keinen großen Verlust darstellt. Im Set fehlt hingegen weder ein Nachschärfwerkzeug noch mehrere Paare hygienischer Handschuhe. Alles ist in einem übersichtlichen textilen „Etui“ mit den Abmessungen 160x320 mm und einem Gesamtgewicht von 720 g verpackt. Es handelt sich zwar immer noch nicht um ein Gürtelset, aber im Jagdrucksack findet es problemlos Platz. Das Lightweight Field kostet ordentliche 1.323 CZK.

          Old Timer Lightweight Field set.

           

          Bildquellen: Archiv des Autors, Materialien des Herstellers: theoldtimer.com

          Autor: Tomáš Ježek

          Der Artikel erschien ursprünglich in der Zeitschrift Lovec von Extra Publishing

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